FDP Freising: Wahlkampfauftakt mit Kubicki

Franz Josef Bachhuber (Bezirkstagskandidat), Wolfgang Kubicki, Dr. Jens Barschdorf (Landtagskandidat), Dr. Martin Alberti (Listenkandidat Landtag), Philipp Fincke (Listenkandidat Bezirkstag)

Freisings Liberale und viele Interessierte versammelten sich im Stadtgarten beim Lindenkeller für den Wahlkampfauftakt zusammen. Nachdem es kurz zuvor gewittert hatte, fand man sich in der Almhütte zusammen, der allerdings nicht allen Anwesenden Sitzplätze bot. Matthias Spettmann, Ortsvorsitzender in Moosburg und Wahlkampfmanager, führte durch den Nachmittag und stellte den Bundestagsvizepräsidenten und stv. Bundesvorsitzenden der FDP mit den Worten: „trockener Humor und klare Kante“ ein. Und diese Erwartungen erfüllte Wolfgang Kubicki dann auch voll. Ein zentrales Thema seiner Rede war die liberale Forderung nach besserer Bildung und das ein Leben lang: „Die Freien Demokraten sind die einzige Partei, die die Menschen nicht erziehen, sondern befähigen will, das Beste aus ihrem Leben zu machen.“ Deshalb forderte er das Thema Bildung nicht nur als Thema für Kinder und Jugendliche zu betrachten, sondern auch Fort- und Weiterbildung für Arbeitnehmer zu ermöglichen. Auch müsse die duale Ausbildung gestärkt werden.

Auch könne es nicht sein, dass wir in Deutschland derartig bei der digitalen Infrastruktur hinterherhängen: „Auf meiner Reise durch Bayern die vergangene Woche hatte ich mehr Funklöcher als Empfang. In Südkorea hat man längst flächendeckend stabiles 5G Netz, in Deutschland – die viertgrößte Industrienation der Welt – hat sich die Bundesregierung jetzt vorgenommen, endlich 2021 flächendeckend 4G zu erreichen. Das ist beschämend.“

Auch das Schauspiel um den Asylplan von Horst Seehofer kritisierte Wolfgang Kubicki: „Wegen drei bis fünf Menschen pro Tag stürzt Seehofer die Bundesrepublik in eine Regierungskrise. Für uns muss klar sein, es gelten der Rechtsstaat und rechtsstaatliche Verfahren zu jeder Zeit.“ Vor der Rede von Wolfgang Kubicki hatten der Bezirkstagskandidat Franz Josef Bachhuber und der Landtagskandidat Dr. Jens Barschdorf sich und ihre Themen vorgestellt. Franz Josef Bachhuber betonte die Bedeutung des Bezirks insbesondere für Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen: „Ein Großteil der Finanzen wird in diesen Bereichen genutzt. Das sind zentrale Aufgaben, die auch entsprechend finanziert werden. Dafür muss der Gesetzgeber gerade auch die Bezirke für diese ihnen übertragenen Aufgaben entsprechend finanziell ausstatten.“

Dr. Jens Barschdorf betonte, dass endlich wieder Vernunft und eine zukunftsorientierte Politik in den Landtag einziehen müssten: „Söder und Seehofer betreiben in der Flüchtlingspolitik reine Schaufensterpolitik, statt sich um die wirklichen Probleme des Landes zu kümmern. Gerade in unserer Wachstumsregion brauchen wir eine Politik, die die Zukunft gestaltet. Die Kommunen müssen mehr Geld vom Land bekommen um den ÖPNV auszubauen, in Freising beispielweise um den nördlichen Landkreis besser anzubinden, sowie Querverbindungen nach Petershausen und Garching zu schaffen. Es muss aber auch mehr Geld in Umgehungsstraßen und den Ausbau des schnellen Internets gesteckt werden.“

Zum Abschied und als Dankeschön bekam Wolfgang Kubicki noch einen Sechserpack verschiedener Freisinger Biere, bevor man dann gemeinsam das Fußballspiel Belgien England um Platz 3 bei der WM schaute.


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