FDP Miesbach: Nikolausschießen, Listenaufstellungen

FDP Ortsverband Miesbach präsentiert Kandidatenliste zur Stadtratswahl

„Es war nicht extra so arrangiert, aber umso mehr freut es mich, dass in unserer Kandidatenliste genau 50% Männer und Frauen vertreten sind.“, so der Kommentar von Ursula Lex, der Miesbacher FDP Orts- und Kreisvorsitzenden. Aber auch sonst ist der Ortsverband, laut Lex, äußerst zufrieden mit der Zusammensetzung der Liste, die nach Ihrer Meinung einen annähernd repräsentativen Querschnitt der Miesbacher Bürger abbildet.

In gewohnt harmonischer Einigkeit wählte der Miesbacher FDP Ortsverband am 05.11.2019 seine Kandidatinnen und Kandidaten zur Stadtratsliste.  Auf die ersten fünf Plätze wurden der amtierende Stadtrat Dr. Claus Fahrer, der Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer, die Kreisrätin Ursula Lex, sowie Jakob Ritzinger und Aleyna Yavuz gewählt.

Florian Hupfauer zeigte sich in seiner kurzen Bewerbungsrede sehr erfreut, dass sich immer mehr junge Leute für die Liberalen engagieren und auch bereit sind, politische Verantwortung zu übernehmen. „Ich freue mich, mit einem dynamischen Team, aus sowohl jungen, als auch erfahrenen Kandidaten, in den Wahlkampf zu starten und danke dem amtierenden Stadtrat Claus Fahrer, der mich, sehr unterstützt.“, so Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer.

Nikolausschießen

Auch dieses Jahr kamen auf Einladung des Miesbacher FDP-Kreisverbandes, viele interessierte Nichtschützen und Schießsportbegeisterte zu einem Kleinkaliberschießen, in der „Alten Schießstätte“ in Miesbach zusammen. „Wir haben zwar keinen Nikolaus, aber viel Spaß, schöne Preise und interessante Gespräche am Rande“, so Ursula Lex, die Kreisvorsitzende. Ziel des alljährlichen Nikolausschießen des FDP Kreisverbands ist es, in geselliger Atmosphäre, auf die Wichtigkeit des Schießsports und der Schützenvereine, für Jugend und Gesellschaft aufmerksam machen. „Nur wer auch selbst mal in einem Schützenverein geschossen hat, weiß dass der Schießsport kein wildes Herumballern ist, sondern ein durchgeregelter und sehr sicherer Hochleistungssport“, so Ursula Lex.

Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer, der ebenfalls am Schießen teilnahm, legte Wert auf die Feststellung, dass es seiner Meinung nach nicht genüge vor jeder Wahl die Wichtigkeit der Vereine zu beteuern und Unterstützung zu versprechen, sondern dass man auch vor Ort mitmachen und sein gegebenes Wort einhalten muss. „Wie auch die FDP Bundestagsfraktion bin ich der Meinung, dass die aktuelle Waffengesetzgebung ausreichend ist. Eine weitere Verschärfung der Waffengesetze würde lediglich rechtschaffene Sportschützen und Jäger gängeln und keine zusätzliche Sicherheit für unsere Bevölkerung bringen“, so Hupfauer.

Bleibt noch das Ergebnis des Schießens. Für die ersten 3 Plätze spendierte der Kreisverband und ein örtlicher Handwerksbetrieb hochwertige Sachpreise.
Den ersten Platz belegte mit einem präzisen Schuss ins Schwarze, der Miesbacher Daniel Sorcik, Platz zwei der Irschenberger Kreisrat Martin Eberhard, den dritten Preis holte sich der Miesbacher Stadtrat Dr. Claus Fahrer.

Bericht vom Themenstammtisch PflegeThemen-Stammtisch zu „Pflege, Betreuung und Patientenverfügung“ der FDP Miesbach

Jahrzehntelanges Staatsversagen in der Pflegepolitik warf der parteifreie Pflegewissenschaftler Rudolf Bönsch, gleich zu Beginn seines Vortrags, der Politik vor. Bönsch war der Einladung des FDP-Kreisverbands, als Dozent zum Themenstammtisch „Pflege, Betreuung, Patientenverfügung“ gefolgt und erläuterte die komplexe Thematik, in der voll besetzten Gaststube, der Gaststätte Schießstatt in Miesbach, mit eindringlichen Worten.

Im Jahr 2035 werden rund 500.000 Menschen in Bayern pflegebedürftig sein. Mehr als eine Million Angehörige werden mit davon betroffen sein. Durch mangelnde gesetzliche Grundlagen, so Bönsch, steuert das Land jedoch in einen immer dramatischeren Pflegenotstand. So basiere das Pflege-Versicherungsgesetz von 1994 auf einem veralteten Familien- und Frauenbild und berücksichtigt weder die Vielfalt der modernen Lebensmodelle, noch den steigenden Bedarf an Pflegekräften und Einrichtungen. Außerdem, bemängelte Bönsch die Komplexität und bürokratische Undurchschaubarkeit der Gesetze, wodurch vor allem pflegende oder betreuende Angehörige überfordert sind.

So gibt es z.B. allein zur Bestellung von Inkontinenzprodukten 143 verschiedene Formularvorlagen. Hierzu bemerkte er auch, dass eigentlich ein Rechtsanspruch auf umfassende Auf- und Erklärung, extra im Pflegegesetz verankert ist.

Auf die Frage von Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer, was die Politik konkret ändern muss, antwortete Bönsch ausführlich. „Pflegende Angehörige müssen, durch alle Instanzen mehr unterstützt und informiert werden. Die Ausbildung der Pflegekräfte sollte sich an den erfolgreichen skandinavischen Vorbildern orientieren, in denen Pflegekräfte, durch mehr Befugnis und Verantwortung, die Ärzte und Krankenhäuser entlasten. Die Kommunen, Landkreise und Bezirke müssen besser finanziell ausgestattet werden. Bürokratie muss abgebaut und die verschiedenen Instanzen besser vernetzt werden. Zu guter Letzt, müsste man das Gesetz so umbauen, dass ein Ansatz zur gesundheitlichen Verbesserung von Pflegefällen enthalten ist. Momentan ist eine hohe Pflegestufe lohnender für das System.“

Finanzieren würde Bönsch die steigenden Kosten, z.B. durch Pflichtversicherung für Selbständige und Beamte. Aber auch die, durch bessere Pflege, mögliche Senkung von Krankenhaus und Arztkosten, könnte man der Pflegekasse zufließen lassen.

Letztendlich ist aber auch die private Vorsorge unumgänglich. Sowohl finanziell als auch rechtlich sollte man sich möglichst früh mit dem Thema befassen. So erläuterte Bönsch zu guter Letzt wie man im Ernstfall die Gesundheitssorge, Vermögensregelung, Heim- oder Wohnungsangelegenheiten durch Betreuungs- und Pflege Vollmacht sowie Patientenverfügungen regeln kann und bot den Anwesenden Informationsunterlagen als Hand out. (Downdload z.B. auch unter http://www.bmjv.de/DE/Service/Formulare/Formulare_node.html)

Zum Ende der Veranstaltung ließ es sich die Kreisvorsitzende Ursula Lex nicht nehmen, auch auf die Wichtigkeit des Ehrenamtes in der Pflege und Palliativmedizin hinzuweisen. „Wie so oft ist auch hier das Ehrenamt ein vernachlässigter, aber unverzichtbarer Stützpfeiler des Systems“ sagte Ursula Lex in ihren abschließenden Worten und versprach, sich mit ihren Kollegen für mehr Beachtung der Gesamtsituation und mehr Wertschätzung der Pflegenden einzusetzen.

Holzkirchen und Otterfing haben eine neue FDP Spitze

Béatrice Vesterling ist die neue Vorsitzende, des FDP Ortsverbandes Holzkirchen/Otterfing. Am Donnerstag den 05.12. wurde die bisherige stellv. Vorsitzende, einstimmig zur neuen Chefin gewählt. Berufliche Gründe hatten Daniel Böck, den bisherigen Vorsitzenden, dazu bewogen, aus dem Vorstand auszuscheiden.

Die 1961 in Düsseldorf geborene Vesterling lebt seit 26 Jahren in Bayern, ist unter anderem stellv. Bezirksvorsitzende der Liberalen Frauen Oberbayern, kommissarische Schatzmeisterin im Kreisverband der FDP und wurde kürzlich in den Bundesfachausschuss für Arbeit und Soziales berufen.

Von Beruf ist sie Krankenkassenbetriebswirtin, bei einer der größten Betriebskrankenkassen Deutschlands.

Vesterling, die aufgrund einer überraschenden Erkrankung, nicht persönlich zur Wahl anwesend sein konnte, stellte den Mitgliedern per Brief ihre politischen Ziele vor. Ihr erklärtes Ziel ist es im Frühjahr 2020 in den Gemeinderäten vertreten zu sein und mehr Bürger und Bürgerinnen für die FDP zu begeistern. Nah am Bürger, mit Empathie und Mut will sie mit der FDP in

Holzkirchen/Otterfing Politik gestalten. Zudem möchte Vesterling, durch gezielte Unterstützung, mehr Frauen für die Politik gewinnen. Die Kreisvorsitzende Ursula Lex lobte die neue Ortsvorsitzende als „extrem engagierte und durchsetzungsfähige Powerfrau“. „Mit Frau Vesterling haben wir einen echten Glücksgriff gemacht!“, so Lex.

Neuer stellvertretender Ortsvorsitzender wurde Dirk Kreder, der Gründer der Holzkirchner Anteris medical GmbH. In einer kurzen, programmatischen Rede erklärte Kreder, es sei ihm natürlich sehr wichtig, dass sich Holzkirchen weiter und verstärkt als attraktiver Standort für Gründungen und Ansiedlungen kleiner und mittlerer, innovativer Unternehmen entwickelt. Dazu müsse sich aber auch die Verkehrssituation, sowohl im öffentlichen Nahverkehr als auch auf Holzkirchens Straßen wesentlich verbessern. Nach Meinung Kreders dürfe man aber auch die Themen Umwelt- und Energieversorgung nicht aus den Augen verlieren, und müsse beispielsweise dem unvermeidlichen Flächenverbrauch für Gewerbe und dringend notwendigen Wohnungsbau, geeignete Renaturierungs- und Aufforstungsmaßnahmen entgegensetzen.


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