FDP München Land: Ansprech-Bar

Die Idee!

Mit den Wählerinnen und Wähler außerhalb eines Wahlkampfes dort ins Gespräch kommen, wo sie leben – ohne sie durch Haustür-Besuche in ihrer Privatsphäre zu stören.

Wo genau?

Nach Micro-Targeting (auf dem Wahlkampf-Portal der FDP) ausgesuchte Wohnstraßenzüge, in denen die FDP im Ortsvergleich bei vorangegangenen Wahlen gut oder sehr gut angeschnitten hat.

Wo genau nicht?

An den sonst üblichen Ecken: nicht vor dem Supermarkt, nicht vor der S-Bahn, nicht vor der Post. Warum nicht? Weil die Menschen sich auf dem Weg von A nach B bewegen. Sie wollen Einkaufen, in die Stadt, nach Hause, das Paket unterm Arm los werden – also: keine Muße zum Reden

Wann genau?

Werktags in der „blauen Stunde“ zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Die Menschen haben meist ihren Arbeitstag hinter sich, gehen vor dem Essen mit dem Hund und sind zu einer höheren Wahrscheinlichkeit entschleunigt als Samstags kurz vor 10:00 Uhr auf dem Weg zur Reinigung

Warum eine Bar?

Weil die zeitliche Länge, eine Limo zu trinken, genau richtig ist, um ein paar Gedanken auszutauschen. Und weil sie eine Pfandflasche in der Hand halten, gehen die meisten Gäste auch erst, wenn sie ausgetrunken haben.

Was anbieten?

Lokale Getränke, unbedingt alkoholfrei! Wir hatten Eizbach-Limo. Die Firma hat ihren Werksverkauf in Taufkirchen. Adelholzener oder Rapp gehen natürlich immer. Ja, ist teuer – lohnt sich aber! Gut & Günstig ist qualitativ wahrscheinlich genau so gut, gibt dem Gast aber das Gefühl von eher günstig als gut.

Wie baue ich mir meine Bar?

Wir hatten bewusst nur unseren FDP-Schirm dabei – als einzige Signalisation. Der Rest war ein klappbarer Gartentisch mit Tischdecke und Blümchen. Unsere bunt beschriftete Schiefertafel war die einzige Neu-Anschaffung. Gibt es günstig um die 60,00€ im Versandhandel mit dazu notwendigen Kreidestiften.

Dass wir nicht mit Logo-Aufstellern sondern mit heimeliger Deko aufgetaucht sind, hat vor allem Frauen gut gefallen.

Dürfen wir uns so einfach an die Straße stellen?

Wahrscheinlich nicht – Wir haben jeden Standort mit Termin und Uhrzeit für eine Straßensondernutzung bei der Gemeinde beantragt. Hierfür gibt es ein Formular. Das haben wir ausgefüllt und ihm eine Excel-Liste angefügt, in der die komplette Dorf-Tournee verzeichnet war.

…und sonst hattet Ihr nichts dabei?

Doch – ein paar familientaugliche Werbemittel. An dieser Stelle können wir thinkliberal.de empfehlen. Die Luftballons sind aus Naturkautschuk, die Einkaufschips aus erneuerbaren Rohstoffen und die Blei- und Buntstifte halt aus Holz.

Wir sind vor allem von Müttern mit jüngeren Kindern auf Qualität und Güte der Werbemittel angesprochen worden und konnten positiv beeindrucken.

Wieviel Personal für den Tresen?

Wenn es geht, maximal drei Personen, gerne weniger. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei steigender Anzahl an motivierten Parteimitgliedern der Limo-Durst potentiell interessierter Barbesucher sinkt. Die geballte Positiv-Energie des kompletten Ortsverbandes scheint an dieser Stelle sehr überwältigend zu wirken – für manchen vielleicht auch abschreckend 😉

…und wie läuft so ein Tresen-Gespräch?

Oberstes Gebot und garantierter Erfolgsbringer: kein Wahlprogramm, keine Grundsatzthesen dabei haben. Die wichtigsten Utensilien sind ein offenes Ohr und Schreibzeug (für die Anregungen aus der Bürgerschaft).

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Frage: Wie würden Sie XXXX noch besser machen? Meistens ausreicht, um die Menschen zum Reden zu bringen.

Werbung machen?

Wir haben jeden Termin in der Ankündigung der örtlichen Zeitungen platzieren können. Zusätzlich haben wir natürlich die Veranstaltungs-Funktion auf Facebook genutzt und Kacheln auf Instagram gepostet.


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