FDP Puchheim: Zuhause in Puchheim

Vom „Bildungsurlaub“ ist häufig die Rede, wenn wir Liberale den vier Jahren, die wir nicht dem Deutschen Bundestag angehörten, etwas Positives abgewinnen wollen. Im Stadtrat der Stadt Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck dauert dieser Bildungsurlaub inzwischen 25 Jahre. Mehr als genug, befindet Martin Koch. Er hat am vergangenen Donnerstag seinen Hut in den Ring geworfen, um Bürgermeister der Stadt mit 20.000 Einwohnern zu werden.

Dafür hat er zusammen mit wenigen alten und einigen neuen Parteifreunden sowie parteilosen Bürgern die Initiative „Zuhause in Puchheim“ aus der Taufe gehoben. „Wir stehen für eine Kommunalpolitik mit gesundem Menschenverstand und ohne ideologische Hürden. Wir möchten, dass Puchheim ein Zuhause für alle ist, wird und bleibt. Wir setzen uns dafür ein, die Rahmenbedingungen für Leben, Lernen und Arbeiten in unserer Stadt zu verbessern“, fasst der Unternehmensberater, der selbst erst vor wenigen Monaten nach Puchheim gezogen ist, sein Programm zusammen.

Denn die Stadt im Westen von München plagen einige Probleme: Von den Unzulänglichkeiten bei der S-Bahn-Anbindung, hier die S4, können wohl etliche Gemeinden ein Lied singen. Für einige Mitbürger ist die Situation in Puchheim allerdings besonders schlimm: Denn für Behinderte fällt die Station mit mehreren Bahnsteigen zumindest in Richtung der Kreisstadt Fürstenfeldbruck als Haltepunkt komplett aus. Es gibt schlicht keine Möglichkeit, auf den Bahnsteig oder wieder hinunter zu kommen. Da hilft nur die Fahrt in den nächsten Ort und Warten auf die Bahn in Gegenrichtung.

Die S-Bahn hat aber für Puchheim noch ganz andere Auswirkungen: „Sie zerschneidet Puchheim in einen Nord- und einen Südteil“, erklärt Martin Koch. „Deshalb wollen wir zusammen mit den Anliegern, den Gewerbetreibenden und den Bürgerinnen und Bürgern das neue Stadtzentrum planen und die räumliche Trennung mit einem integrierten Ansatz überbrücken und überwinden.“

Auch sonst hat sich die FDP Puchheim, die sich vergangene Woche erst wieder neu als Ortsverband gegründet hat, viel vorgenommen: Attraktive Nahversorgung, Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen vor Ort, ein qualitativ hochwertiges, aber vor allem auch ausreichendes Kinderbetreuungsangebot, ein Einheimischenmodell sowie – zur Vereinfachung des Bauens in der Stadt – die Entrümpelung der diversen Satzungen, ein Verkehrskonzept, das insbesondere Radfahrern und Pendlern mehr Möglichkeiten schafft. Und das alles, ohne dabei den soliden Haushalt aus dem Blick zu verlieren.

Das Wichtigste aber bei Zuhause in Puchheim: „Uns alle eint der Wunsch nach mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Puchheimer Kommunalpolitik. Wir möchten die Bürger nicht nur einmal alle sechs Jahre um Ihr Mandat bitten. Wir fragen ständig nach, holen die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger ein und freuen uns über die Expertise der Puchheimer.“ Denn aus dem Bildungsurlaub soll nun ein lebenslanges Lernen, vor allem aber auch Gestalten werden.

Hendrik Grallert, Kreisverband Fürstenfeldbruck


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